Liederabend
Christoph Prégardien gehört seit Jahrzehnten zu den prägendsten Gestaltern des deutschen Kunstlieds. Seine Interpretationskunst zeichnet sich durch glasklare Diktion, emotionale Tiefe und eine feinsinnige Poesie aus. Gemeinsam mit der renommierten Pianistin Yaara Tal entfaltet der Tenor einen Abend, der die stilistische Bandbreite von der Hochromantik bis zur Schwelle der Moderne auslotet. Das Zusammenspiel beider Musiker verspricht ein Hörerlebnis voller Nuancen, bei dem Wort und Klang in vollendeter Balance zueinander finden.
Im Mittelpunkt stehen ausgewählte Lieder von Franz Schubert, deren Bogen von schimmernder Naturpoetik in „Die Forelle“ oder „Auf dem Wasser zu singen“ bis hin zu düsteren, existenziellen Betrachtungen wie „Totengräbers Heimwehe“ reicht. Ergänzt wird das Repertoire durch Gustav Mahlers berührenden Zyklus „Lieder eines fahrenden Gesellen“, der das Publikum in eine intime Welt aus Liebeskummer, Natursehnsucht und innerer Zerrissenheit zieht. Mit dramatisch aufgeladenen Liedkompositionen von Franz Liszt, darunter Klassiker wie „Die Lorelei“ und „Es war ein König in Thule“, mündet der Abend in ein farbenreiches Panorama romantischer Vokalkunst