Normalerweise geht man in ein Museum, um sich Kunstwerke anzuschauen. Zum Beispiel die wunderbaren Zeichnungen der malenden Dichterin Else Lasker-Schüler, die sich als Dauerleihgaben im Zentrum für verfolgte Künste befinden. Es ist die größte ELS-Bildersammlung außerhalb Israels.
Nun aber lädt die Else Lasker-Schüler-Gesellschaft zu einem ganz anderen Besuch ins Zentrum für verfolgte Künste ein:
Die Akademie für Film- und Medienkunst in Wuppertal hat mit Studentinnen und Studenten ein eigenes Schauspielensemble gebildet. Acht von ihnen haben eine sensorische Inszenierung zu Texten von Else Lasker-Schüler einstudiert, eine Collage aus Lyrik und Prosa. Das Stück trägt den Titel BLIND. Dabei sollen andere Sinne als das Sehen angesprochen werden – auch wenn es zunächst verwunderlich klingen mag, blind zu sein im Museum. Das Publikum bekommt anfangs Augenbinden ausgehändigt und erlebt die Inszenierung dann nur hörend in kompletter Dunkelheit. Den musikalischen Ausklang gestaltet Herbert A. Mitschke.
Der Eintritt ist frei.