Wenn am frühen Morgen die Mönche in einer langen Reihe die Straßen entlanggehen, um Opfergaben zu empfangen, tut sich ein durchweg friedliches Bild auf: Die Sonne kündigt sich rot am Himmel an, noch liegen die Häuser, die Wege, die Wälder in einem milchigen Dunst. Die Mönche in ihren safrangelben Roben werden vorab mit Gongschlägen angekündigt, die Menschen, meist sind es Frauen, stehen am Straßenrand, mit Bastkörben und Schüsseln, um zu geben; eine durchweg friedliche, stimmige Atmosphäre. So beginnen die Tage.
Es geht aber längst nicht immer so harmonisch zu am Goldenen Dreieck zwischen Laos, Thailand und Burma. Vieles erscheint dem Außenstehenden fremd, ja befremdlich, und man "ringt" ums Verstehen. Hinzu kommen die Bergvölker mit ihren eigenen Kulturen, ihrer eigenen Sprache, dem eigenen Alltag. Das Goldene Dreieck ist ein Schmelztiegel, eine schillernde Gegend mit vielen unterschiedlichen Eindrücken, die sich nicht so einfach fassen lassen.