Im Mittelpunkt stehen zentrale Fragen rund um das Thema „Frieden“: Was ist Frieden – im Großen wie im Kleinen? Wie kann er erreicht und erhalten werden? Was kann jeder dazu beitragen und was kann man gemeinsam bewegen? Jede Veranstaltung setzt dabei andere Schwerpunkte. Beim ersten Friedenscafé war es der Nahost-Konflikt, diesmal geht es um den Umgang von Männern mit ihren Emotionen. Zugrunde liegt die Beobachtung, dass Männer bei Aggressions- und Gewalttaten überproportional die Täter sind und vor allem auch bei Kriegshandlungen in Erscheinung treten. Woran liegt das? Darüber wurde schon viel nachgedacht, geforscht und berichtet.
Der Autor, Pädagoge, Körpertherapeut und Musiker Christoph Glöckler geht der Frage nach, ob die Ursache darin liegt, dass Männer im Rahmen ihrer Sozialisation den Kontakt zu ihrem fühlenden Herzen verloren haben. Wie kann das geschehen? Was folgt daraus? Wie kann Mann wieder herausfinden? 2025 erschien sein Buch „Männerherzen fühlen – Eine Reise aus der Ohnmacht in die Kraft.“ Darin erzählt er von seiner persönlichen Reise. Auch auf seiner Website beschreibt er seine Vision: „Ich glaube zutiefst, dass eine schönere Welt möglich ist – sie entsteht nicht durch neue Konzepte, sondern durch Menschen, die im lebendigen Kontakt mit ihrem Herzen stehen.“ Glöckler wird beim zweiten Friedenscafé digital aus Brandenburg zugeschaltet. Er stellt seinen Ansatz des Wieder-ins-Fühlen Kommens von Männern vor, beantwortet Fragen und diskutiert mit den Gästen.
Es moderieren Hajo Oetmann und Christiane Grabe, die das Solinger Friedenscafé initiiert haben.