Reizvolle Kontraste unter dem Motto Heiter bis wolkig. Musikalische Gefühlswelten in Klassik und Moderne bietet das Bürgerhausorchester Collegium musicum Velbert (BOCM) in seinem diesjährigen Frühjahrskonzert.
Auf dem Programm stehen die folgenden Werke:
Samuel Barber, Adagio für Streichorchester op. 11
Paul Hindemith, Trauermusik für Viola und Streichorchester
Wolfgang Amadeus Mozart, Konzert für Klavier und Orchester Nr. 9 Es-Dur „Jeunehomme“ bzw. „Jenamy“, KV 271
Joseph Haydn, Sinfonie Nr. 49 f-Moll „La passione“, Hob. I:49
Barbers populäres Adagio für Streichorchester, von ihm selbst auf Basis seines Streichquartetts op. 11 arrangiert, wartet mit einem weiten Bogen von Spannung, Leidenschaft und Verklärung auf, hat also durchaus mehr zu bieten als standardmäßig zu Trauerfeiern gespielt zu werden.
Paul Hindemiths Trauermusik für Viola und Streichorchester dagegen wurde tatsächlich erstmals zum Gedenken gespielt, nämlich nur sechs Stunden nach dem ersten Strich auf dem Notenpapier anlässlich des Tods König Georg V. von Großbritannien und Irland. Im selben Zeitraum übte Hindemith auch den Solopart.
Solistin dieses Werks ist Lisa Walther, Langenbergerin und Mitglied der Essener Philharmoniker.
Auch wenn es jahrhundertelang unter dem falschen Beinamen „Jeunehomme“-Konzert bekannt war, tut das der Beliebtheit von Mozarts Klavierkonzert Nr. 9 keinen Abbruch. In den zweiten Satz scheint er seine ganze Seele gelegt zu haben. Geschrieben hat Mozart dieses wunderbare Werk für die französische Pianistin Victoire Jenamy.
Den Solopart spielt Quentin Wächter, Schüler bei Boris Radulovic an der Musik- und Kunstschule Velbert und Preisträger des Landeswettbewerbs „Jugend musiziert“ 2026.
Dass Haydn bei aller Klassik immer wieder Überraschungen bereithält, beweist auch seine Sinfonie Nr. 49, beispielsweise mit den ungewöhnlichen Tempi von erstem und zweitem Satz – der erste Satz ist langsam, der zweite schnell. Düster und wild, aber immer wieder auch licht und hoffnungsvoll, kurzum: eine sehr spannende Sinfonie.
Die Leitung des Konzerts liegt in den bewährten Händen von Claus Tinnes.