Türkland
Wo liegt meine Heimat?
Wer entscheidet, wohin ich gehöre?
Türkland basiert auf dem autobiographischen Roman von Dilşad Budak-Sarıoğlu und erzählt die Geschichte einer Frau, die inmitten eines multikulturellen Identitäts-Chaos versucht, sich selbst zu finden. Dilşad wächst in Deutschland, genauer in Velbert, auf und kehrt nach vielen Jahren für ihre große Liebe in die Türkei zurück – das Land, aus dem sie als Kleinkind mit ihrer Familie geflohen ist. An ihrem Hochzeitstag reflektiert sie ihre Erfahrungen als Migrantin in Deutschland und Re-Migrantin in der Türkei sowie die Verschrobenheiten und Klischees aus beiden Kulturen.
Die 70-minütige multimedial begleitete Leseperformance Türkland behandelt auf humorvolle Weise Begriffe wie Migration, Identität, deutsch-türkische Geschichte und Beziehungen.
Die Migrationsgeschichte ist dabei „nur“ der Rahmen, erzählt wird in Wirklichkeit aus einer außergewöhnlichen Perspektive von der universellen und ewigen Suche des Menschen nach Zugehörigkeit.
Auf der Bühne performen Dilşad Budak-Sarıoğlu und Ilgıt Uçum auf Deutsch und Türkisch, begleitet von jeweils türkischen und deutschen Übertiteln. Regie führte İrem Aydın.
Türkland ist eine Produktion der Kulturplattform Maviblau und wurde bis heute in 15 deutschen Städten 20 Mal aufgeführt. Aktuell finden Aufführungen in der dritten Spielzeit in Istanbul statt.