CLAUDE DEBUSSY ›La Mer‹ RALPH VAUGHAN WILLIAMS ›A Sea Symphony‹ Ein Tag am Meer, passend zum Start in den Sommer: Im Morgengrauen beginnt Claude Debussys berühmtes Tongedicht ›La Mer‹. Der Tag beginnt mit einem atmosphärischen Sonnenaufgang. Danach glitzert die Wasseroberfläche und schäumt die Gischt auf den Wellenkronen, von Debussy mit irisierenden Klangfarben in Töne gesetzt. Im dritten Satz entfacht er dann mit mächtigen Orchesterkräften die Urgewalt des Ozeans. Dem Spiel der Wellen begegnen wir anschließend auch in der monumentalen ›Sea Symphony‹ von Ralph Vaughan Williams, in der die ohnehin große Orchesterbesetzung noch mit Solo-Sopran und -Bariton sowie gemischtem Chor erweitert wird. Die Weite und Tiefe des Meeres dienen dem Komponisten dabei als mystische Metapher auf das menschliche Leben, basierend auf den visionären Versen des Dichters Walt Whitman. Besonders gelungen ist der in dunklen Orchesterfarben gezeichnete zweite Satz: »Nachts allein am Strand« sind die ersten Worte dieses berührend schönen nautischen Nachtgesangs. Konzerteinführung mit Prof. Dr. Lutz-Werner Hesse So. 10:30 Uhr und Mo. 18:45 Uhr