»Und jetzt weiß ich nicht mehr wo ich bin. Jetzt hab ich mich auf jeden Fall verlaufen, egal ob ich mich verlaufen wollte oder nicht.«
Es ist Spätherbst, es ist dunkel, es ist kalt, und der junge Mann hat sich im Wald verirrt. Aus Langeweile war er mit dem Auto losgefahren, wollte spontan einen Ausflug machen – bis sein Wagen stecken blieb, auf einem schmalen Pfad, kein Mensch weit und breit. Orientierungslos läuft er nun zwischen dicht stehenden Bäumen umher, sucht nach Hilfe oder nur nach einem Ausweg, denn »jeder Wald hat irgendwann ein Ende«. Plötzlich begegnet ihm eine junge Frau, die offenbar genauso verloren ist wie er. Und dann hört man die Stimmen eines älteren Paares, das langsam näher kommt …
Mit ›Tief im schwarzen Wald‹ hat Literaturnobelpreisträger Jon Fosse ein existentielles wie hochatmosphärisches Spannungsdrama über Einsamkeit, Sehnsucht, Ohnmacht und Scham geschrieben. Im Labyrinth des Waldes verirren sich seine Figuren, bis der letzte Ausweg nur noch der Tod zu sein scheint.