GUSTAV MAHLER Sinfonie Nr. 3 d-Moll Nichts weniger als ein »Abbild der Welt« wollte Gustav Mahler mit seinen Sinfonien erschaffen. Genau das ist seine Sinfonie Nr. 3: ein monumentaler Klangkosmos von gewaltigen Ausmaßen, eine Art sinfonischer Schöpfungsgeschichte. Der energische Beginn scheint direkt vom imposanten Höllengebirge am Attersee inspiriert, wo Mahler das Werk während seiner Sommeraufenthalte in Steinbach zu Papier brachte. Die folgenden Sätze handeln, so der Komponist, von den »Blumen auf der Wiese« und den »Tieren im Walde«, bevor der Mensch die Bühne betritt, im ergreifenden Alt-Solo auf den Nitzsche-Text »O Mensch gib Acht«. Nach den vom Chor besungenen »himmlischen Freuden« endet das Werk mit einem der für Mahler so typischen Adagio-Sätze: ›Was mir die Liebe erzählt‹ – berührend schön und von einer fast transzendentalen Ruhe erfüllt. Besonders ist dieser sinfonische Koloss aber auch durch seine gigantische Besetzung und epische Länge: Die Dritte ist Mahlers längste Sinfonie und eine der längsten der Musikgeschichte. Konzerteinführung mit Prof. Dr. Lutz-Werner Hesse So. 10:30 Uhr und Mo. 18:45 Uhr